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Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung


Im GE-Bereich werden Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung in den Klassen 1 bis 12 unterrichtet. Das Mindmap [76 KB] gibt einen Überblick.

Die Schülerinnen und Schüler verbleiben in der Regel an unserer Schule, können bei verbesserten Leistungen aber auch in den L-Bereich wechseln.

Der Unterricht findet im Team Förderschullehrkraft und pädagogische MitarbeiterIn statt. Die Klassen bestehen aus 6 bis 8 Schülerinnen und Schülern. Sie sind in der Regel jahrgangsübergreifend zusammen gesetzt, wobei neben dem Alter insbesondere pädagogische Gesichtspunkte berücksichtigt werden.

Ein Schwerpunkt der Arbeit ist die individuelle Vermittlung von Lesen, Schreiben und Rechnen, so dass jeder Schüler in seinem Tempo lernen kann. Die Kulturtechniken werden täglich unterrichtet. Zudem spielen das handlungsorientierte Lernen, das soziale Lernen und die Ausbildung von lebenspraktischen Fähigkeiten eine große Rolle, um durch größtmögliche Selbständigkeit den Alltag bewältigen zu können. Bei vielen Schülerinnen und Schülern – besonders wenn diese bereits viele Frustrationen erlebt haben oder psychisch labil sind – kommt es in hohem Maße darauf an, ihnen Halt und Struktur geben, ein positives Selbstbild aufzubauen und Freude am Lernen zu vermitteln. Zudem gibt es therapeutische Angebote: Ergotherapie, Logopädie und Reittherapie.

Im GE-Bereich wird von Montag bis Donnerstag ganztägig unterrichtet, d.h. der Unterricht endet erst um 14.50 Uhr. Das Mittagessen wird einmal pro Woche selber im Hauswirtschaftsunterricht gekocht und dreimal pro Woche durch eine Hauswirtschaftskraft zubereitet und in der Mensa ausgegeben. An den Nachmittagen gibt es vor allem praktische, handwerkliche, kreative, musikalische, sportliche und spielerische Angebote, die entweder im Klassenverband oder in Projekten und Arbeitsgemeinschaften angeboten werden.

12 Schulbesuchsjahre sind im GE-Bereich die Regel. Es besteht aber auch die Möglichkeit zur Verlängerung der Schulzeit (bis zum 21. Lebensjahr). In der Abschlussstufe (Klassen 10-12) steht die Berufsvorbereitung im Vordergrund. Nach dem Ende der Schulzeit bestehen für die Schüler verschiedene Möglichkeiten: z.B. die Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM), die Jugendwerkstatt und die Arche. Die Agentur für Arbeit kann zudem in Reha-Maßnahmen oder auf Arbeitsplätze in Betrieben vermitteln. Für einige leistungsstarke Schülerinnen und Schüler kommt aber auch (theoriereduzierte) Berufsausbildung in Frage.

Die Schüler des GE-Bereichs werden in der Regel morgens von Taxis von zu Hause abgeholt und nachmittags nach Hause gebracht.


Im Rahmen der Inklusion hat es auch für den GE-Bereich leichte Veränderungen gegeben. Die Eltern können nun bei der Einschulung ihrer Kinder entscheiden, ob sie eine Beschulung an der Förderschule oder an der Grundschule wünschen. Der Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung bleibt an der Wilhelm-Busch-Schule als Angebot bestehen.